Wer wir sind, hängt davon ab, wo wir sind
Englischer Artikel: „Who we are depends on where we are“ in Stanford News, veröffentlicht in: Journal of Personality an Social Psychology
Quelle: news.stanford.edu/2020/06/11/who-we-are-depends-on-where-we-are/
Ich war begeistert – so eine schöne Bestätigung, wie wichtig es ist, sich mit dem Einfluss des Lebensraums auf unser Befinden auseinanderzusetzen (und gleich eine Bitte an Politik, Architekten, Bauträger …):
Eine Studie der Universität Stanford, USA, durchgeführt am Beginn der Corona-Zeit, hat ergeben, dass Menschen je nach den Örtlichkeiten, an denen sie sich viel aufhalten, offenbar ihre Persönlichkeit verändern.
Wenn sich Personen viel an „social places“ aufhalten, sind sie tendenziell offener, freundlicher, bewusster und weniger ängstlich, als wenn sie sich sehr viel zu Hause aufhalten. Unser Zuhause ist üblicherweise der Ort, an den wir uns nach unseren Tätigkeiten in der Außenwelt zurückziehen, wo wir entspannen, Routinen unterbrechen und neue Kraft tanken.
Während der Lockdowns haben die meisten Menschen fast die gesamte Zeit ausschließlich in ihren vier Wänden zugebracht – und dies hatte vielfach große Auswirkungen auf ihr Befinden, ihre Gefühle und sogar ihre Persönlichkeitsmerkmale.
Manche Teilnehmer gaben an, dass sie ihre Kreativität verloren, vermehrt schlechte Laune hätten und sich ängstlicher fühlten, unter anderem vielleicht deshalb, weil sie immer in der gleichen Umgebung waren und kaum anregende Reize erfuhren.
Die Studienergebnisse legen nahe, dass die Orte, die wir häufig aufsuchen, nicht nur unser Denken, unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflussen, sondern mit der Zeit sogar unsere Persönlichkeit verändern können.
Fazit: Noch mal: Welch schwergewichtiges Argument für persönlichkeitsförderndes Wohnen!

